Es gibt doch diese Tage, an denen einem alles runterfällt oder man sich ständig woran stößt. Wenn diese Vorfälle den Tag über anhalten, gehen wir unbewusst mit dem Fokus auf Pech durch den Tag. Und was folgt? Ein Missgeschick nach dem anderen! Irre, wie kommt sowas?

Es scheint fast schon magisch zu sein, doch es ist ganz einfach zu erklären. Wenn ich unbewusst daran glaube, mich heute immer wieder zu stoßen, achte ich auf jede gefährliche Ecke. In einer JEDEN steckt dieses Potenzial, sich zu stoßen. Vielleicht habt ihr auch in der Fahrschule gelernt, nicht auf das riesige, breite, entgegenfahrende Fahrzeug zu schauen, sondern lieber auf den rechten Seitenstreifen. Automatisch wirst du dich auf deinen neuen Fokus zubewegen und zwar schön auf der sicheren Seite. Mit einem Shift in deinem Fokus erschaffst du dir erfüllte Tage!
Auf allen Ebenen kann ein Shift im Fokus eine positive Änderung herbeiführen
Aus meinem Neuseeland-Reisetagebuch
…Den Tag in Paihia hielt dieses Gefühl der Leichtigkeit immer noch an. Am nächsten Morgen nahm ich den Bus zurück nach Auckland.
Von dieser bezaubernden Gegend zurück nach Auckland zu reisen, bringt mir nicht unbedingt ein Gefühl von “Ich fahre in die Freiheit”. Die Stadt finde ich nicht sehr schön und das Hostel, in dem ich diesmal untergebracht war, empfand ich genauso wenig attraktiv.
Zu meinem Bedauern stellte ich fest, dass ich mein Lieblings-Shampoo und -Duschgel in Paiha vergessen hatte. Ich weiß, es gibt weitaus Schlimmeres. Doch kurz war ich schon traurig. Jetzt musste ich mir so ein “Wer weiß wie ungesundes Zeug” kaufen. Mal sehen: Vielleicht finde ich auf meiner Reise mal wieder einen Bioladen.
Im Hostel stach ich mir ein kleines Loch in den Fuß, als ich vom Bett runtersprang. Ich landete auf irgendeinem Plastikteil. Ich versuchte es zu ignorieren, bis ich das Blut nur so tropfen sah.
Zu allem Überdruss ließ ich mein Handtuch im Hostel liegen, als ich nach der einen Übernachtung mit meinem ganzen Gepäck zum IEP Büro, der Partnerzentrale meiner Organisation, lief. Ich entschied mich dazu, es dort liegen zu lassen. Ich habe so oder so viel zu viel Gepäck. Ein großes Handtuch und das dünne Mirkofasertuch müssen ausreichen. Sowas nennt man wohl eine Pechsträhne.
In der Zentrale versuchte ich ein paar Dinge zu erledigen. Ich leerte mein Postfach, schrieb einen Lebenslauf für eventuelle Bewerbungen und ließ ihn von Adina korrigieren. Das Internet streikte, also kam ich nicht so wirklich voran. So zart besaitet wie ich war, flüchtete ich erstmal auf die Toilette. Dort wollten die Tränen nicht mehr aufhören zu fließen. Irgendwann schaffte ich es, mich zusammenzunehmen und erledigte alle technischen Dinge, wie auch E-Mails checken, Bilder auf den Computer laden und so weiter. Ich buchte bei Adina das Ticket nach Hamilton. Der liebevolle Kontakt zu ihr tat mir gut. Ich nahm mir vor, in Hamilton nach Arbeit zu suchen….
Wenn Programme ablaufen…
.. kann sich das unangenehm anfühlen. Es kann wehtun oder Angst in uns auslösen. Als erstes müssen wir erkennen, dass ein Programm abläuft. Es braucht die Akzeptanz, dass es so ist wie es ist und dann manchmal Bewegung oder einfach eine Entscheidung, um aus diesem Muster erstmal wieder herauszukommen.
Woher kommen solche Programme und wie können wir diese verändern?
Erinnern wir uns an unsere Kindheit. Wir wurden nach dem guten Glauben unserer Eltern und unserer uns umgebenden Gesellschaft erzogen. Bestimmte Glaubens- und Verhaltensmuster wurden in uns tief verankert, als wir noch jung und höchst sensibel waren.
Der Gehirnwellenzustand ändert sich in einem menschlichen Leben. Kleine Kinder nehmen deshalb Informationen wie ein Schwamm auf, ohne sie kritisch zu hinterfragen. So hat sich unsere persönliche Welt des Fühlens und des Denkens damals als Kind – abhängig von den äußeren Umständen – entwickelt.
Ich nenne die tief verankerten Muster auch Programmierungen. Nicht alle Programmierungen sind für unsere persönliche Entwicklung positiv. Manche stehen uns richtig im Weg. Diese damalig erlernten Muster können heute noch wirken und so können wir uns in alten Emotionen verfangen und diese für die Realität halten.
Zum Beipiel werden die Kinder in unserem Zeitalter auf den Umgang mit der Technik programmiert und auch der Druck durch die Schule, die uns auf die Welt der Wirtschaft vorbereitet, wird zur Normalität. Das ergibt unter anderem die Verhaltensweise des modernen Menschen.
Nun geht es darum, Veränderungen im Denken und Fühlen zu erlangen, damit wir uns gesünder und freier fühlen. Zum Beispiel könnten wir eine Änderung im Denken bezüglich der persönlichen Wirtschaftlichkeit und dem damit verbundenen Druck erzeugen. Wie machen wir das?
Fragen wir uns: Wie lernt ein Kind?
Unter anderem durch Wiederholung. Also müssen wir auch das neue Denken, welches frei von Druck und Angst ist, wiederholen. Wir müssen eine Verschiebung vom alten zum neuen Denken erzeugen und uns dieses neue Denken immer wieder bewusstmachen. Zum Beispiel ersetzen wir den Satz: „Ich muss still sein und zuhören.“, durch den Satz: „Ich darf mich äußern.“
In ruhigen Momenten können wir uns in den Gehirnwellenzustand eines Kindes versetzten. In diesem Zustand können wir dieses neue Denken tief in uns verankern. Unser Gehirn wird so neu strukturiert.
Durch die Bewegung und die neue Entscheidung fangen wir an, wieder aus dem unendlichen Potenzial, das uns zur Verfügung steht, zu schöpfen und es besteht die Möglichkeit, wieder Freiheit und Freude zu erlangen.

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