
Geboren in Altbulach 16.11.1994,ländlich aufgewachsen in Altbulach und Liebelsberg, Nordschwarzwald.Ich bin das fünfte von sechs Kindern. Meine Eltern ließen mir und meinen Geschwistern großen Freiraum. So konnte jeder seinen eigenen Charakter entwickeln.
Sie legten uns quasi eine liebevolle Wesensart in die Wiege. Ein Falsch gab es nicht, sondern nur Erfahrungen. Sie drängten uns ihr Wissen nicht auf. Doch mit einem philosophischen Vater und einer neugierigen, lebensfrohen Mutter kam ich nicht umhin, die Dinge zu hinterfragen.
In der Schule war ich gegenüber den Lehrern schüchtern und eher introvertiert. Drei Jahre Abitur setzte ich noch auf den verpflichtenden Unterricht drauf, wobei ich dankbar für das Angebot eines nahe gelegenen biotechnologischen Gymnasiums war, mit einer klasse Leherin, die eigentlich keine studierte Pädagogin war, sondern Dr. der Biochemie, wenn ich mich recht erinnere. Der Titel ist unwichtig, wichtig war, sie hatte Herz und Wissen.
Trotzdem ist mir heute nach eigenem Erleben eines zu hundert Prozent klar: Ich wünsche mir Veränderung in diesem Schul-System für all die Kinder, die diese besuchen müssen.
Trotz der oft fordernden Zeit, die es innerhalb dieser scheinbar zu erfüllenden Pflichten gab, merkte ich schon damals, dass mir immer wieder Türen geöffnet wurden, die mir zeigten: Es geht auch anders!
Im Ethik-Unterricht waren immerhin Gedanken über die Grenzen des Alltäglichen hinaus erlaubt. Wobei ich dort erst in diese “eine”, andere Welt schnuppern konnte, die Begriffe “Transzendenz” und “Dualismus” aber noch nicht so verstand, wie ich das heute tue. Mein gewähltes Thema Spiegelneuronen im Ethik-Abitur zeigte schon damals, wie neugierg ich auf das Wissen über den Körper und die Psyche war. Gehirnforschung und die Wirkung des Placebos faszinierten mich auch noch nach der abgelegten Prüfung.
So zurückhaltend ich auch war, aufmerksam zugeschaut, genau beobachtet und mir Zusammenhänge erschlossen habe ich dennoch. Naja, wenn mein Gehirn nicht mehr mitkam, schaltete ich auch schon mal ab, was mich sehr frustrierte. Zu fragen getraute ich mich nur selten.
Acht Wochen Fabrikarbeit über den Sommer 2014 präsentierten mir die Welt der Schichtarbeiter und ihre eintönige Beschäftigung, was mir unheimlichen Stress verursachte. Acht Stunden die immer gleiche Arbeit! Also nein, Lebens-Erfüllung sehe ich hier keine!
Ich hatte mir geschworen, dass ich erst eine Beziehung eingehe, wenn ich soweit bin – und dann gebe ich alles dafür. Naja, ich wurde auf den Boden geholt. Doch träumen tu‘ ich immer noch gerne; und ich rate es auch jedem. Achtsames Träumen – mit den schönsten Gefühlen – ist der erste Schritt zum Erschaffen des eigenen Paradieses. (Wenn du mehr darüber wissen möchtest, freue ich mich gerne über persönlichen Austausch.)
Meine anschließende Reise nach Neuseeland offenbarte mir eindeutig, wie dual die Welt sein kann, und auch da wurde mir nochmal klar: Es gibt nichts, was nicht normal ist. Ich habe für alles Verständnis, denn es gibt immer einen Grund für alles im Leben, erscheint es mir noch so absurd. Diese Reise zeigte mir auch, wie angreifbar ich bin und wie viel mehr Mut es auch kostet, sich so offen der Welt zu präsentieren, und wie mutig ich selbst schon war. O.k., vielleicht war ich auch einfach unwissend oder vielleicht im größten Vertrauen? Wer weiß? Tatsächlich geriet ich in holprige Situationen. Doch ich kam unbeschädigt wieder nach Hause. Der Beweis, dass ich vertrauen darf und kann.
Ziemlich gleich nach meinem Neuseeland-Abenteuer begann ich eine Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin in Erlangen. Ich baute eine liebevolle Beziehung zu meinen neuen Kollegen auf und kämpfte noch ein wenig mit den sommerlichen Schwäche-Anfällen, die ich nach meiner Reise hatte. Naja vlt. war ich doch nicht so ganz unbeschädigt wieder nach Hause gekommen. Irgendetwas beeinträchtigte mich doch. So geschwächt kannte ich mich gar nicht. Natürlich nahm ich all meine Aufgaben in der Tanzschule sehr ernst, war sehr motiviert und dankbar über eine der liebevollsten Ausbilderinnen und einen jungen, ebenso liebevollen Chef. Dennoch gibt es die andere Seite. Die wirtschaftliche Arbeit! “Wow, die sind alle so hart im Nehmen!”, dachte ich. “Wie machen die das?” Wenn ich darüber schreibe, berührt mich das heute noch sehr. Ich hatte eine sehr schöne Zeit mit den tollsten Menschen – und gleichzeitig war ich ausgelaugt. Meine Gesundheit sagte mir das ebenfalls, und auch mein Schlaf litt wieder mal extrem. Doch irgendwann ist Schluss! Ich entschied mich dazu, die Ausbildung abzubrechen. Jeden Kompromiss, den ich eingehen würde, wäre nur das; eben ein Kompromiss und nicht mehr mein Weg.
“So, und wohin nun?”, fragte ich mich. Zurück zu den Wurzeln und Heilung finden und bringen. Ja, das ist meine Aufgabe: Heilung bringen. Mir selbst, anderen und damit auch der Welt. Ich legte mich oft mittags auf mein Bett, schloss die Augen und machte Gedankenübungen, solange, bis ich mich wohl fühlte. Ich machte mich immer sehr früh für die Nacht fertig. Ich war oft schon um acht Uhr am Abend in meinem Zimmer, um genug Zeit zu haben, runterzukommen, um dann Schlaf zu finden. Schon bald ging es mir richtig gut. Die Frage: Wie es mir insgesamt ging, konnte ich mit Leichtigkeit mit einem ’sehr gut‘ beantworten. Bis mich der Druck einholte: Wie geht es weiter?
Puhhh, durchatmen! Dabei weiß ich doch, ich lebe im Moment und tue es mit Begeisterung, mit Liebe, mit Annahme von dem, was ist. Ja, und dieses Wissen hilft, und die Umsetzung bringt Vertrauen.
Meditationen auf meine Art, Dispenzas Bücher und noch mehr Literatur und schließlich die Transformationstherapie nach Robert Betz begleiteten mich die nächsten zwei Jahre. In dieser Zeit entschied ich mich dazu, immer mehr Sicherheit für meinen neu eingeschlagenen Weg zu erlangen. Denn ich möchte das leben, was sich Liebe nennt.
Dafür müssen Verhaltensweisen und Muster – man könnte sagen – resettet werden. Mit meiner Entwicklung und der jeder anderen Person beeinflussen wir unsere Umwelt. Mein absoluter Fokus liegt heute in der tiefen Heilung des Selbst. Wir dürfen mit unserem Herzen verstehen, dass dies durch die bedingungslose Liebe geschieht. Die Liebe, die mehr ist als nur ein Wort und mehr als eine Ausschüttung von Hormonen. Sie ist frei von Bewertungen, sie ist tiefste Dankbarkeit, sie ist Frieden, sie ist Gesundheit.

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